Erstanamnese

Eine homöopathische Erstbehandlung (Dauer 1,5 - 3 Stunden) kostet zwischen 80,00 € und 180,00 €.
(Im Durchschnitt: Kinder: 100,00 € und Erwachsene: 150,00 €)

Die Folgebehandlungen (auch telefonisch) kosten je nach Dauer zwischen 5,00 € und 80,00 €.
Behandlungen und Beratungen außerhalb der Sprechzeiten sowie am Wochenende und an Feiertagen sind möglich. Sie werden aber nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker besonders berechnet.

Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten (zumindest zum Teil), ebenso wie teilweise die Beihilfe und private Zusatzversicherungen. Sprechen Sie uns einfach darauf an!

 

 

Informationen über die Homöopathie für meine Patienten

Die Homöopathie ist eine Heilweise, die von dem deutschen Arzt

Dr. Samuel Hahnemann (1755 - 1843)

entdeckt und begründet wurde. Sie beruht auf dem Prinzip:

Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt (simila similibus curentur).

Da es kaum eine Behandlungsweise gibt, die so sehr auf die Zusammenarbeit von Patient und Behandler angewiesen ist wie die Klassische Homöopathie, sind einige grundsätzliche Informationen für Sie notwendig.

WAS WILL DIE KLASSISCHE HOMÖOPATHIE ERREICHEN?

Das Ziel ist Heilung.
Wie diese zu erfolgen hat, beschreibt S. Hahnemann in seinem "Organon der Heilkunst" so:
Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte und dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.

Ein gesunder Mensch ist in der Lage, viele Einwirkungen von außen (z.B. Infektionskrankheiten, Verletzungen, schockierende Nachrichten usw.) in der Regel ohne fremde Hilfe zu überwinden. Der Organismus setzt sich mit diesen Einwirkungen in Form von Abwehrmaßnahmen wie Fieber, Hautausschlag, Durchfall usw. auseinander. Selbst die "krankhaftesten" und unangenehmsten Zeichen und Symptome sind daher im Grunde nichts anderes, als der Versuch des Organismus, sich selbst zu helfen.
Oft werden solche Reaktionen als eigentliche Krankheiten mißverstanden und mit medizinischen Mitteln gehemmt oder unterdrückt. Der Patient hat dann zwar kein Fieber mehr, der Durchfall oder Hautausschlag ist beseitigt, aber die Verteidigungsmaßnahme des Körpers wurde dabei unterdrückt und der Abwehrmechanismus geschwächt.

Komplikationen sind nicht selten die Folge: da die Ursachen der Krankheit nicht beseitigt, sondern lediglich einzelne Reaktionen des Abwehrmechanismus blockiert wurden, muß sich der Abwehr-mechanismus eine neue schwache Stelle suchen. Es geschieht nicht selten, daß z.B. nach dem Unterdrücken eines Hautausschlages massive Krankheiten innerer Organe, Asthmaanfälle oder ähnliches auftreten.

Ganz anders arbeitet die Klassische Homöopathie:
Hier werden die Symptome als Zeichen und Hinweise für die Arbeit des Abwehrsystems verstanden. Diese darf nicht unterdrückt, sondern muß gezielt verstärkt werden, damit dadurch die Krankheitsursache beseitigt und die Gesundheit wiederhergestellt wird.

In Wirklichkeit ist eine tief im Menschen wirkende Kraft aus der Harmonie und Ordnung geraten, was ihn dann krank macht.
Hahnemann nennt sie die "Lebenskraft". Sie ist nichts Materielles, sondern als "dynamisch, energetisch, geistartig" zu verstehen (zum Vergleich: Der elektrische Strom ist auch nichts Materielles und dennoch eine Wirk-Kraft!).  Die Lebenskraft gibt dem materiellen Teil unseres Organismus, der aus Atomen, Molekülen, Zellen, Zellverbänden, Organen usw. besteht, überhaupt erst das Leben (mit dem Tod verschwindet sie), erhält und steuert alle Lebensvorgänge und sagt allen Bausteinen dieses Organismus, was sie sozusagen zu tun und zu lassen haben. So bringt die Lebenskraft Harmonie und Ordnung in den Organismus.

Wenn nun irgendwo Krankheitserscheinungen auftreten, dann ist das ein Zeichen dafür, daß diese Lebenskraft aus der Harmonie geraten ist. Erst unter diesen Bedingungen können z.B. Bakterien oder Viren angreifen.
Die Aufgabe eines echten Heilers  kann also nur darin bestehen, durch geeignete Arzneien wieder Ordnung und Harmonie im Bereich der Lebenskraft herzustellen. Damit kommen wir zu der entscheidenden Frage:

WIE WÄHLT DER HOMÖOPATH DAS JEWEILS PASSENDE MITTEL AUS ?

Im Unterschied zur Schulmedizin, bei der bestimmte Beschwerden und Symptome zu einem Krankheitsnamen zusammengefaßt und aufgrund dieses Krankheitsnamens die in Betracht kommenden Arzneien verordnet werden, sieht der Homöopath den Menschen in seiner Ganzheit und Individualität.
Das heißt: Für die Wahl des Mittels sind nicht nur die körperlichen Beschwerden des Patienten wichtig, sondern auch seine Charaktereigenschaften, seine Lebensumstände und seine geistige Haltung.

Die verschiedenen Wirkungen der homöopathischen Arzneien sind durch Arzneimittelversuche mit freiwilligen, gesunden Menschen erforscht worden:
Das Mittel wurde den Versuchspersonen in ganz geringen Mengen immer wieder verabreicht, bis Symptome (= Zeichen der Arbeit des Abwehrsystems) auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene auftraten. Die Fülle der Symptome wurde mit großer Genauigkeit in Protokollen festgehalten und später zu Arzneimittelbildern zusammengefaßt. Die Kunst des Homöopathen besteht nun darin, diejenige Arznei zu finden, deren Arzneimittelbild mit dem gesamten Zustand des Patienten die höchstmögliche Ähnlichkeit aufweist. Bei Beschwerden ohne charakteristische individuelle Symptome ist es sehr schwierig, das passende Mittel zu finden. Bei zahlreichen Arzneimittelprüfungen trat z.B. unter anderem das Symptom "Kopfschmerz" auf. Jeder Kopfschmerz hat jedoch seine eigene Charakteristik. Er kann in der Stirn, in der rechten oder linken Schläfe oder im Hinterkopf sitzen. Er kann immer zu bestimmten Zeiten auftreten und z.B. als stechend, bohrend, drückend, ziehend oder hämmernd empfunden werden.
Vielleicht gibt es eine Ursache, z.B. einen Sturz, einen Schnupfen, einen großen Kummer. Vielerlei kann den Kopfschmerz beeinflussen, z.B. warme oder kalte Kompressen, Essen, Licht, Bewegung und vieles mehr.
Aus der Vielzahl der kombinierbaren Möglichkeiten ergeben sich ganz unterschiedliche Mittel. Erst die Symptome auf der geistig-seelischen Ebene bringen u.U. den entscheidenden  Hinweis, welches  Mittel im konkreten Fall die größte Ähnlichkeit zum gesamten Symptombild des Patienten hat und deshalb den Kopfschmerz heilen kann.

Sie selber können sehr zur richtigen Mittelfindung  beitragen, wenn Sie in aller Offenheit Ihre Symptome mitteilen, seien sie auch noch so eigenartig, seltsam oder ungewöhnlich. Dabei kann es völlig gleichgültig sein, ob diese "Symptome" vor 30 Jahren bestanden oder erst seit kurzer Zeit existieren.

Wichtig sind Vertrauen und Offenheit. Ohne diese Voraussetzungen ist eine erfolgreiche Therapie nicht möglich. Die  Schweigepflicht des Heilpraktikers garantiert Ihnen in jedem Fall Geheimhaltung, auch den Angehörigen gegenüber.

WANN BEGINNT DAS HOMÖOPATHISCHE  MITTEL ZU WIRKEN?

Im allgemeinen setzt bei richtiger Mittelwahl je nach Erkrankung und der Reaktionsfähigkeit des Patienten die Wirkung der Arznei nach einigen Minuten oder innerhalb der nächsten Wochen ein (je nachdem, wie akut oder chronisch die Erkrankung ist). Auffällige Veränderungen - körperlicher und/oder seelischer Art - notieren Sie bitte.

WIE KÖNNEN SOLCHE VERÄNDERUNGEN AUSSEHEN?

Im  Idealfall bessern  sich die Beschwerden ziemlich rasch. In anderen Fällen kann es zu kurzfristigen Verschlimmerungen Ihrer bestehenden Krankheitserscheinungen kommen (homöopathische Erstverschlimmerung).
Es können auch alte, längst vergessenen Leiden kurzfristig erneut auftreten, falls diese nicht wirklich geheilt, sondern nur unterdrückt wurden. Diese Reaktionen sollten Sie nicht beunruhigen. Sie sind ein sicheres Zeichen dafür, daß der Organismus auf das homöopathische Mittel angesprochen hat.

Bei chronischen Erkrankungen muß man das Mittel wochen- oder monatelang ungestört wirken lassen. Erst dann läßt sich beurteilen, was durch das Mittel bewirkt wurde und wie die homöopathische Behandlung fortgesetzt werden kann.

HINWEISE ZUR BEACHTUNG WÄHREND EINER HOMÖOPATHISCHEN BEHANDLUNG

Bei einer klassisch-homöopathischen Behandlung wird  jeweils nur ein  Arzneimittel eingesetzt.
Damit die verschiedenartigen Wirkungen dieser Arznei möglichst genau beobachtet werden können, ist es wichtig, daß diese eine Arznei möglichst ungestört wirken kann.
Beachten Sie deshalb bitte im Interesse einer optimalen Behandlung folgende Hinweise - auch wenn diese teilweise unbequem sein mögen:

Beobachten Sie sich selbst und die Erscheinungen und Veränderungen, die an Ihnen zu bemerken sind. Hierzu zählen nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch Stimmungen, Gefühle, Eigenarten körperlicher und seelischer Art sowie die  Leistungsfähigkeit (Energie)  und das Allgemeinbefinden.
Günstig ist es, Dinge, die Ihnen noch einfallen, oder Veränderungen, die sich ergeben, kurz zu notieren, um sie mir beim nächsten Gespräch mitteilen zu können. Beim Auftreten stärkerer Verschlechterungen Ihres Zustandes benachrichtigen Sie mich bitte - unabhängig vom sonst vereinbarten Termin.
Wenn andere behandlungsbedürftige Beschwerden auftreten, rufen Sie bitte auch an!
 
Verschiedene Stoffe können die Wirkung des homöopathischen Arzneimittels vermindern, unterbrechen oder sogar abbrechen. Ganz vermieden werden sollen während einer homöopathischen Behandlung :

  • Rauschgifte, andere Arzneimittel, soweit nicht mit mir abgesprochen (auch die Spritze beim        Zahnarzt, Hormone ...)
  • Kräutertees - nicht den gleichen Tee über längere Zeit!
  • stark riechende (ätherische) Öle  (Kampher, Menthol ...)
  • in bestimmten Fällen auch Kaffee, Cola und schwarzer Tee  

WEITERE INFORMATIONEN

Wenn Sie sich homöopathisch behandeln lassen, ist es von Vorteil, wenn Sie möglichst genau Bescheid wissen über das Vorgehen und die Hintergründe der Homöopathie. Ich empfehle Ihnen deshalb, folgendes Buch zu lesen:

"Medizin der Zukunft" von Georgos Vithoulkas (antiquarisch zu bekommen).

Wenderoth-Verlag, Kassel

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